Besuch aus dem schwedischen Helsingborg

Interkultureller Austausch und das Sammeln von Erfahrungen in anderen europäischen Ländern werden heute immer gefragter. Prima, wenn das dann auch noch mit nützlichen Projekten zum Beispiel zu Gunsten des Umweltschutzes verbunden ist.
Das hat auch das TMG längst erkannt. Es veranstaltete daher im April einen viertägigen Schüleraustausch für die 11. Klassen mit der „Nikolaiskolan“, einer Partnerschule in Helsingborg. Der Austausch ist in das seit zwei Jahren laufende Comenius-Projekt der EU integriert und hat ökologische Probleme des Wasserhaushaltes in verschiedenen Landschaftszonen zum Thema.
Der Sinn des Projektes besteht darin, vergleichende Untersuchungen zur Umweltbelastung von Gewässern in Deutschland und Schweden durchzuführen. Mit Hilfe verschiedener analytischer Feldmethoden sind die Schüler zu verwertbaren Ergebnissen gelangt und werden diese nach dem Gegenbesuch in Schweden im Internet veröffentlichen. Zusätzlich sollen noch eigenverantwortlich geführte Interviews mit Vertretern entsprechender Umweltämter und lokaler wissenschaftlicher Einrichtungen in die Arbeit einfließen.
Natürlich kam auch Kultur und Freizeit nicht zu kurz. Unsere schwedischen Gäste nahmen an einer Führung durch das Geiseltalmuseum teil, besichtigten die Innenstadt Halles und erlebten die Schönheiten der Natur des Harzes bei einer ganztägigen Exkursion. Ein besonderer Höhepunkt war mit Sicherheit auch der Besuch der „Gustav-Adolf-Gedenkstätte“ in Lützen. Trotz des sowohl für Gäste als auch Gastgeber relativ anstrengenden Tagesablaufes wurde am Abend dann noch ausgiebig das hallesche Nachleben erkundet und bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
Obwohl die gesamte Kommunikation in englischer Sprache stattfand, war das Verhältnis zwischen den schwedischen und den deutschen Schülern sehr gut. Die Gäste, die teilweise das erste Mal in Deutschland waren, konnten eventuell bestehende Vorurteile abbauen: es steht durchaus nicht nur Bratwurst auf deutschen Speisezetteln.
Nach den gemeinsam verlebten Tagen, in denen neben allem Spaß auch effektiv gearbeitet wurde, war der Abschied genau wie das vorherige Willkommen herzlich. Es wurden gegenseitig Adressen ausgetauscht, um die Zeit bis zum Wiedersehen während des Gegenbesuches durch die TMGler mit regem Brief- und E-Mail-Wechsel zu überbrücken.
Bleibt bloß noch, den deutschen Austauschschülern während ihrer Schwedenreise im September viel Spaß zu wünschen.

Anke Schneider
Klasse 11.2

Gruppenbild in Reichardts Garten